Wann wird meine Betriebsrente unverfallbar, und was sichert der PSV bei einer Insolvenz ab?
Anwartschaften aus der betrieblichen Altersversorgung werden nach § 1b BetrAVG unverfallbar, sobald Wartezeit und Mindestalter erfüllt sind, und der Pensions-Sicherungs-Verein springt bei einer Arbeitgeberinsolvenz bis zu einer festen Höchstgrenze ein. Wie sich Anpassungspflicht, PSV-Schutz und die aktuelle BAG-Rechtsprechung zur Teilzeit-Betriebsrente konkret auswirken, erklärt der Beitrag zum Anwalt für Betriebsrente.
Besteht bei Eigenverschulden ein Anspruch auf Schadensersatz gegen den Arbeitgeber?
Nein, in aller Regel nicht: Eigenverschulden schließt zwar den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung nicht aus, verhindert aber zugleich einen Schadensersatzanspruch gegen den Arbeitgeber. Der Beitrag Arbeitsunfall Eigenverschulden: Besteht ein Anspruch auf Schadensersatz gegen den Arbeitgeber? erklärt das Zusammenspiel von § 7 Abs. 2 SGB VII und dem Haftungsprivileg nach §§ 104, 105 SGB VII.
Ist eine Beleidigung über WhatsApp gegenüber dem Arbeitgeber strafbar?
Auch scheinbar private Chatgruppen schützen nicht automatisch vor Konsequenzen: Der Beitrag Beleidigung über WhatsApp strafbar? Arbeitsrechtliche Risiken vom Anwalt erklärt erklärt anhand des BAG-Urteils 2 AZR 17/23, wann Meinungsfreiheit endet und welche Kündigungsrisiken drohen.
Schützt das AGG vor Diskriminierung wegen Krankheit oder Gesundheitszustand?
Der Gesundheitszustand ist im AGG kein eigenes Schutzmerkmal, Schutz greift erst, wenn eine Erkrankung die Kriterien einer Behinderung erfüllt oder die Benachteiligung mittelbar ein anderes Merkmal trifft. Was das für Betroffene bedeutet und was die Debatte um 2G und 3G am Arbeitsplatz darüber lehrt, zeigt der Beitrag zur Diskriminierung wegen Gesundheitszustand.
Rechtfertigt Verhandlungsgeschick einen höheren Lohn für Kollegen?
Nein, das Bundesarbeitsgericht hat 2023 klargestellt, dass allein objektive Kriterien einen Gehaltsunterschied zwischen Männern und Frauen rechtfertigen. Wie der Auskunftsanspruch nach dem Entgelttransparenzgesetz funktioniert und warum Deutschland die Umsetzungsfrist der schärferen EU-Richtlinie vom 7. Juni 2026 verpasst hat, erklärt der Artikel Entgelttransparenzgesetz und Equal Pay: Ihr Anspruch auf gleichen Lohn.
Was passiert, wenn ein Beschäftigter ein gefälschtes Dokument vorlegt?
Ob Arbeitszeugnis, Führerschein oder Gesundheitsnachweis: Ein gefälschtes Dokument im Berufsleben ist Urkundenfälschung nach § 267 StGB und meist ein wichtiger Grund für eine fristlose Kündigung. Welche Fristen Arbeitgeber dabei beachten müssen und wann eine Meldepflicht besteht, erklärt der Beitrag Gefälschte Dokumente am Arbeitsplatz: Folgen, Strafen und Meldepflichten.
Entsteht durch jahrelanges Homeoffice ein Anspruch (Gewohnheitsrecht)?
Ein gesetzlicher Anspruch auf Homeoffice existiert nicht, und auch aus langer Praxis wird nur unter engen Voraussetzungen ein Anspruch durch betriebliche Übung, wie ein aktuelles Urteil des ArbG Düsseldorf zeigt. Was dabei zählt und wie eine Homeoffice-Klausel im Arbeitsvertrag Klarheit schafft, erklärt der Beitrag Homeoffice Gewohnheitsrecht: Entsteht ein Anspruch durch betriebliche Übung?.
Darf mein Arbeitgeber eine Impfung von mir verlangen?
Eine allgemeine Impfpflicht am Arbeitsplatz gab es in Deutschland nie, und auch die befristete Corona-Sonderregel ist seit Ende 2022 Geschichte. Was heute noch gilt, etwa bei der Masern-Impfpflicht, und wo die Grenzen des Weisungsrechts liegen, erklärt der Artikel Darf der Arbeitgeber eine Impfung verlangen?.
Bekommen Beschäftigte in Elternzeit die Inflationsausgleichsprämie?
Das BAG hat am 28. Januar 2026 entschieden, dass der tarifliche Ausschluss von Beschäftigten ohne Entgeltanspruch wirksam ist, für Teilzeitmonate während der Elternzeit besteht aber weiterhin ein Anspruch. Ob sich eine Nachforderung angesichts der tariflichen Ausschlussfrist 2026 noch lohnt, erklärt der Beitrag Inflationsausgleichsprämie in der Elternzeit: Was gilt jetzt?.
Was gilt bei einer Krankmeldung aus dem Ausland?
Wer im Ausland erkrankt, muss den Arbeitgeber unverzüglich informieren, und ein ausländisches Attest hat nicht automatisch geringeren Beweiswert. Der Beitrag Krankmeldung aus dem Ausland und Urlaub trotz Krankschreibung: Was ist rechtlich erlaubt? erklärt die Meldepflichten nach § 5 EFZG und das aktuelle BAG-Urteil zur Erschütterung des Beweiswerts.
Massenentlassung 2026: Welche Reihenfolge müssen Arbeitgeber jetzt einhalten?
Seit einem EuGH-Urteil vom Oktober 2025 und zwei BAG-Urteilen vom April 2026 steht fest: Die Massenentlassungsanzeige darf erst nach Abschluss des Konsultationsverfahrens mit dem Betriebsrat erfolgen, sonst sind die Kündigungen unwirksam. Was das für Arbeitnehmer beim aktuellen Stellenabbau in der Industrie bedeutet, erklärt der Ratgeber zum massiven Stellenabbau in Deutschland.
Muss ich einen unterschriebenen Arbeitsvertrag haben, um wirksam zu arbeiten?
Nein, auch ohne Vertragsurkunde ist Ihr Arbeitsverhältnis gültig und Ihr Lohnanspruch besteht. Welche Fristen der Arbeitgeber beim Nachweis der Arbeitsbedingungen einhalten muss und warum seit 2025 in vielen Fällen die Textform reicht, erklärt der Artikel Ohne Arbeitsvertrag arbeiten: Ihre Rechte und die Nachweispflicht des Arbeitgebers.
Resturlaub verfällt nicht mehr BAG: Wann greift die Hinweispflicht des Arbeitgebers?
Urlaub verjährt erst, wenn der Arbeitgeber Sie individuell, rechtzeitig und schriftlich auf den drohenden Verfall hingewiesen hat, so das BAG mit Urteil vom 20.12.2022. Was das für offene Urlaubstage aus zurückliegenden Jahren konkret bedeutet, lesen Sie im Beitrag zur Hinweispflicht bei Resturlaub.
Verfällt Urlaubsanspruch automatisch zum Jahresende?
Nein: Der Arbeitgeber muss zuvor konkret auf den drohenden Verfall hinweisen, sonst laufen weder Verfallsfrist noch Verjährung. Bei Langzeiterkrankung gilt eine eigene 15-Monats-Regel. Die vollständige Übersicht zu Hinweispflicht, Verjährung, Krankheit und Abgeltung gibt der Beitrag Urlaubsanspruch: Wann verfällt er noch, wann nicht mehr?.
Wer bekommt eine Verdienstausfallentschädigung nach § 56 IfSG?
Wer wegen eines behördlichen Tätigkeitsverbots oder einer Quarantäne einen Verdienstausfall erleidet, kann eine Entschädigung nach § 56 IfSG erhalten, außer die Maßnahme wäre durch eine öffentlich empfohlene Schutzimpfung vermeidbar gewesen. Welche Fristen gelten und was zwei aktuelle BVerwG-Urteile zum Ungeimpften-Ausschluss und zur Arbeitgeber-Erstattung entschieden haben, erklärt der Artikel Verdienstausfallentschädigung nach § 56 IfSG: Wer bekommt sie und wie beantragen?.
Wann dürfen Arbeitgeber Beschäftigte per Video überwachen?
Offene Kameras sind eher zulässig als verdeckte, in jedem Fall braucht es ein überwiegendes berechtigtes Interesse des Arbeitgebers und die Beteiligung des Betriebsrats. Der Beitrag Videoüberwachung am Arbeitsplatz: Was Arbeitgeber und Beschäftigte wissen müssen erklärt die Rechtsgrundlagen nach dem EuGH-Urteil zu § 26 BDSG und zeigt, wann eine datenschutzwidrig erlangte Aufnahme trotzdem vor Gericht verwertet werden darf.