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Anlageberatung & Falschberatung

Wurden Risiken verschwiegen oder Provisionen nicht offengelegt, haftet die Bank. So setzen Sie Schadensersatz durch.

Wann eine Anlageberatung fehlerhaft ist

Nicht jeder Verlust ist ein Beratungsfehler. Ein Anspruch entsteht erst, wenn die Bank ihre Beratungspflichten verletzt hat. Die Beratung muss zum Anleger und zum Produkt passen. Typische Fehler sind verschwiegene Risiken, eine zu riskante Empfehlung für sicherheitsorientierte Anleger oder die fehlende Aufklärung über Rückvergütungen (Kick-backs), die die Bank für den Vertrieb erhält.

Fristen wahren, Beweise sichern

Ansprüche aus Falschberatung verjähren. Wer den Verdacht hat, falsch beraten worden zu sein, sollte die Unterlagen zeitnah prüfen lassen. Wir ordnen ein, ob ein durchsetzbarer Anspruch besteht, und sichern die nötigen Beweise, bevor die Frist verstreicht.

Wann haftet die Bank für eine Falschberatung?

Ein Anspruch entsteht, wenn die Beratung nicht zu Ihnen und zum Produkt passte, etwa bei verschwiegenen Risiken oder nicht offengelegten Provisionen. Wie Sie bei einer Falschberatung Schadensersatz durchsetzen, rechnen wir in unserem Rechtstipp Schritt für Schritt durch, von der Beweisführung bis zur Frist.

Wie bekomme ich mein Geld nach Anlagebetrug zurück?

Über die Prospekthaftung, § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 32 Kreditwesengesetz oder § 826 BGB lässt sich verlorenes Geld oft zurückfordern, auch wenn der Anbieter bereits insolvent ist. Welche Anspruchsgrundlage im Einzelfall greift und wie sich bekannte Fälle wie P&R, Thomas Lloyd oder Envion bis heute entwickelt haben, erklärt der Beitrag Anlagebetrug: Geld zurück.

Bausparvertrag Bonus nicht ausgezahlt: Wie sichere ich die Treueprämie?

Wer beim Bausparvertrag auf das Darlehen verzichtet, kann die Treueprämie behalten, wenn Fristen und Treuezeit eingehalten werden, meist bis spätestens zum neunten Jahr nach Zuteilungsreife. Was bei einer Kündigung durch die Bausparkasse gilt und wie Sie gegen eine Ablehnung vorgehen, lesen Sie im Beitrag zum nicht ausgezahlten Bausparvertrag-Bonus.

Was bedeutet das PFOF-Verbot für mein Neobroker-Depot?

Seit dem 1. Juli 2026 dürfen Trade Republic, Scalable Capital und andere deutsche Neobroker keine Rückvergütungen mehr für weitergeleitete Kundenorders annehmen. Wie sich das Verbot auf Gebühren und Orderausführung auswirkt und worauf Anleger jetzt achten sollten, erklärt der Artikel PFOF-Verbot 2026: Was das Ende von Payment for Order Flow für Trade Republic, Scalable Capital und Anleger bedeutet.

Wann haften Finanzberater für einen fehlerhaften Prospekt?

Bei einem fehlerhaften Wertpapierprospekt haftet der Herausgeber nach §§ 9, 10 WpPG oder § 20 VermAnlG, unabhängig vom persönlichen Beratungsgespräch. Daneben kann ein einzelner Berater nach § 311 Abs. 3 BGB persönlich haften, wenn er besonderes Vertrauen beansprucht hat. Wie beide Haftungsarten nach der aktuellen BGH-Rechtsprechung zusammenspielen, erklärt der Beitrag Prospekthaftung und Vertreterhaftung: Wann Finanzberater haften.

Wann bekomme ich Schadensersatz bei fehlerhafter Anlageberatung?

Ein Anlageberater muss anleger- und objektgerecht beraten und ungefragt über Provisionen aufklären. Welche Rolle die Geeignetheitserklärung als Beweismittel spielt und wie lange Sie Zeit haben, Ihren Anspruch geltend zu machen, erklärt der Beitrag Schadensersatz bei fehlerhafter Anlageberatung.

Muss ich Ausschüttungen aus einem insolventen Schiffsfonds zurückzahlen?

Nach § 172 Abs. 4 HGB kann ein Insolvenzverwalter gewinnunabhängige Ausschüttungen von Kommanditisten zurückfordern, umgekehrt haben Anleger aber oft Gegenansprüche wegen Prospektfehlern bei Weichkosten oder Chartererlös-Prognosen. Wie die Verjährungslage 2026 für Alt-Beteiligungen ehrlich einzuordnen ist, erklärt der Beitrag Schiffsfonds-Verluste: Schadensersatz für Kommanditisten.

Ist eine Kenntnisnahme-Klausel im Anlagevertrag wirksam?

Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass eine vorformulierte Bestätigung, alle Risikohinweise eines Prospekts zur Kenntnis genommen zu haben, als Allgemeine Geschäftsbedingung unwirksam ist. Was das für Ihren Schadensersatzanspruch bei fehlerhafter Anlageberatung bedeutet, erklärt der Beitrag Unwirksame Klauseln im Anlagevertrag: Wenn die Bank Ihre Kenntnisnahme der Risiken fingiert.

Relevante Rechtstipps

Anlagebetrug: Geld zurück | Anspruchsgrundlagen, Vorgehen und bekannte Fälle 26. März 2025 10 min Anlagebetrug: Geld zurück | Anspruchsgrundlagen, Vorgehen und bekannte Fälle Bei Anlagebetrug lässt sich verlorenes Geld oft über Prospekthaftung, § 823 Abs. 2 BGB oder § 826 BGB zurückholen. Der Ratgeber zeigt Betrugsmuster, Anspruchsgrundlagen, das konkrete Vorgehen und bekannte Anlegerschutz-Fälle von Envion bis Thomas Lloyd. Weiterlesen → Bausparvertrag Bonus nicht ausgezahlt: Treueprämie trotz Darlehensverzicht sichern 18. Oktober 2024 3 min Bausparvertrag Bonus nicht ausgezahlt: Treueprämie trotz Darlehensverzicht sichern Wer beim Bausparvertrag auf das Darlehen verzichtet, kann die Treueprämie trotzdem behalten, wenn die Fristen im Vertrag eingehalten werden. Welche Bedingungen gelten und wann Bausparkassen zu Unrecht nicht auszahlen. Weiterlesen → PFOF-Verbot 2026: Was das Ende von Payment for Order Flow für Trade Republic, Scalable Capital und Anleger bedeutet 16. Mai 2024 4 min PFOF-Verbot 2026: Was das Ende von Payment for Order Flow für Trade Republic, Scalable Capital und Anleger bedeutet Seit dem 1. Juli 2026 gilt das EU-Verbot von Payment for Order Flow auch für deutsche Neobroker uneingeschränkt. Was das für die Gebührenmodelle von Trade Republic und Scalable Capital bedeutet und worauf Anleger jetzt achten sollten. Weiterlesen → Prospekthaftung und Vertreterhaftung: Wann Finanzberater haften 22. Januar 2024 7 min Prospekthaftung und Vertreterhaftung: Wann Finanzberater haften Bei einem fehlerhaften Wertpapierprospekt haftet der Herausgeber nach §§ 9, 10 WpPG oder § 20 VermAnlG, unabhängig von einem persönlichen Beratungsfehler. Daneben kann ein Finanzberater oder Vermittler nach § 311 Abs. 3 BGB persönlich haften, wenn er besonderes Vertrauen für sich beansprucht hat. Der Ratgeber ordnet beide Haftungsarten rechtlich ein und zeigt die aktuelle BGH-Linie. Weiterlesen → Schiffsfonds-Verluste: Schadensersatz für Kommanditisten 8. Juli 2019 6 min Schiffsfonds-Verluste: Schadensersatz für Kommanditisten Wer als Kommanditist in einen Schiffsfonds investiert hat und Verluste erlitt, kann Ausschüttungen zurückgeben müssen, wenn diese nicht aus Gewinnen stammten, hat aber oft Gegenansprüche wegen Prospektfehlern oder fehlerhafter Beratung. Bei den meisten Alt-Beteiligungen ist die Verjährung inzwischen ein zentrales Problem. Weiterlesen → Unwirksame Klauseln im Anlagevertrag: Wenn die Bank Ihre Kenntnisnahme der Risiken fingiert 6. April 2019 5 min Unwirksame Klauseln im Anlagevertrag: Wenn die Bank Ihre Kenntnisnahme der Risiken fingiert Viele Anlageverträge von Banken, Sparkassen und Fondsanbietern enthalten eine vorformulierte Klausel, mit der Anleger bestätigen sollen, den Risikoprospekt vollständig zur Kenntnis genommen zu haben. Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass eine solche Klausel als Allgemeine Geschäftsbedingung unwirksam ist, sie verschiebt die Beweislast unzulässig zulasten des Anlegers. Weiterlesen →
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